Change – Wie Daten den Journalismus verändern
Die Veröffentlichung der Kriegstagebücher der US-Armee aus Afghanistan und dem Irak waren Sternstunden des Datenjournalismus. Einer neuen Form journalistischen Erzählens. Hunderttausende Dokumente wurden im Jahr 2010 durch die Internetplattform WikiLeaks veröffentlicht. Allerdings waren die Dokumente in den seltensten Fällen in erzählerischem Ton verfasst, der von Journalisten in größeren Storys hätte zitiert werden können. Vielfach waren es kurze technische Informationen über Vorgänge, Zwischenfälle, Anschläge inklusive präziser Orts- und Zeitangaben. Erst die Methoden des Datenjournalismus, die Durchdringung der Datenmengen mit Statistikwerkzeugen, ihre Veranschaulichung durch Grafiken oder anhand interaktiver Landkarten machten das Rohmaterial plötzlich journalistisch urbar und schufen neue Formen publizistischen Erzählens. Zu den wichtigsten Entwicklungsorten dieses neuartigen Storytellings gehört das Data Blog des britischen Guardian. Simon Rogers ist für das Data Blog verantwortlich. [mehr]













