Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung
13.03.2013 | Journalismus

Der Ort des Politischen. Die Publikation zum Ende der Onlinedebatte

„Die Internetrevolution ist dramatisch.“ Mit diesen Worten eröffnete der Berliner Historiker Paul Nolte im Januar 2012 die Debatte auf “Diskurs@Deutschlandfunk”. Zwar ist der Begriff der Revolution in den letzten Jahren immer wieder einem inflationären Wertverfall ausgesetzt gewesen, mit Blick auf die Umwälzungen von Politik, Medien und vor allem unserem Verständnis von Öffentlichkeit durch die Digitalisierung scheint diese Chiffre jedoch die Dimension des Umbruchs angemessen zu beschreiben. Das zeigte auch die hier ausgetragene Debatte. Anlass genug, die bedeutendsten Artikel und Interviews in der Publikation “Der Ort des Politischen – Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung” zusammenzustellen. Das Buch bidet damit den Schlussstein dieser Onlinedebatte. Es wird ab Ende März im Handel verfügbar sein.  Die Debatte aber wird sich in unserem Programm dauerhaft fortsetzen. [mehr]

21.01.2013 | Politik

Parteien suchen „gute Netzpolitik“

„Aus dem Nischenthema Netzpolitik ist längst eine gesellschaftliche Debatte geworden. Dass zeigt nicht nur die Einberufung der Enquetekommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des deutschen Bundestags im Jahr 2010. Auch die Antworten der Bundestagsfraktionen auf den netzpolitischen Fragebogen von „Diskurs@Deutschlandfunk“, der Nichtregierungsorganisation „Digitale Gesellschaft“ und dem „eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft“ belegen, die Themen werden in allen Parteien kontrovers diskutiert. [mehr]

08.01.2013 | Partizipation

Haben wir ein Recht darauf, unsere eigenen Daten zu löschen?

Das Thema ist spröde. Aber für die Zukunft des Netzes existenziell: Regulierung. Ein Gespräch mit der Regulierungsexpertin Dr. Jeanette Hofmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, über die Digitalisierung der Gesellschaft, digitale Repräsentationsschichten des Individuums und die Konsequenzen. [mehr]

05.11.2012 | Macht & Politik

Obama, Herrscher der Daten

Barack Obama oder Mitt Romney? 2012 entscheiden weniger gute Argumente über den Sieg als die perfekte Nutzung von Daten. Am Ende werden digitale Strategien wie Microtargetting und Data Mining den Ausschlag geben. [mehr]

02.11.2012 | Wirtschaft

Die dritte industrielle Revolution

Open Hardware und 3D-Drucker verändern die Welt. Produktionsstraßen wandern ins Wohnzimmer. Hendrik Send, Projektleiter Forschung am Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG), erklärt, warum Forscher sich für die nächste industrielle Revolution aus dem Internet bereit machen. [mehr]

20.01.2012 | Journalismus

Lutz Hachmeister über Journalismus und digitale Geschwindigkeit

„Beschleunigung ist ja fast schon so ein Wort, das so banal geworden ist, dass man es gar nicht mehr verwenden kann.“  Der Publizist und Medienforscher Lutz Hachmeister, Leiter des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik in Berlin, im Interview zu der Frage, ob die Beschleunigung durch die Digitalisierung nicht auch Chancen der Entschleunigung birgt.

28.03.2012 | Internet & Journalismus

Journalisten als Scouts im Infodschungel

Schnelligkeit im digitalen Zeitalter ist für Wolfgang Büchner, Chefredakteur der Nachrichtenagentur dpa, eine wichtige Kompetenz. Viel wichtiger aber ist aus seiner Sicht Genauigkeit. Denn längst ist das Netz zu einem Dschungel aus Informationen geworden. Deshalb spielen Orientierung und Auswahl eine herausragende Rolle. Zum Auftakt unseres aktuellen Schwerpunkts „Nachrichten in Zeiten sozialer Medien“ zeigen wir noch einmal das Interview mit Wolfgang Büchner. [mehr]

03.02.2012 | Journalismus & Politik

Die Sprache des Politischen

Stephan Detjen, Chefkorrespondent der Hauptstadtstudios des Deutschlandradios in Berlin und Brüssel, über die Notwendigkeit eines politischen Diskurses in Europa und die Frage, wer zukünftig die nötigen politischen Diskurse führen wird, um die dramatischen Veränderungen unserer Gesellschaften zu reflektieren. Ein Ort der drängenden Debatten scheint dagegen bereits klar, das Internet als digitale Agora des 21. Jahrhunderts.    [mehr]

09.02.2012 | Recht & Transparenz

My friends from Dimitrovgrad. Ein Selbstversuch

Thomas Hoeren, Professor am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der Westfälischen Wilhelms-Universität-Münster, stellt rechtliche Überlegungen zur Veränderung von privatem und öffentlichem Raum in Zeiten der Digitalisierung an. Und wagt dazu einen Selbstversuch. Denn der Grenzverlauf zwischen Öffentlichem und Privatem wird immer unschärfer. [mehr]

09.02.2012 | Transparenz

Zerstört die Digitalisierung die Grenze zwischen Öffentlichem und Privatem?

Christian Heller, Blogger und Autor des bei C.H. Beck erschienen Buchs “Post-Privacy – Prima leben ohne Privatsphäre“, erklärt in seinem Debattenbeitrag, warum die angenommene Grenze zwischen Privatem und Öffentlichem schon immer eine politische Fiktion war. Im Netz ist Christian Heller unter plomlompom.de erreichbar, auf Twitter unter @plomlompom [mehr]

Die Internetrevolution ist dramatisch. Auch aus Historikerperspektive

Der Historiker Paul Nolte ist sich sicher, der digitale Umbruch ist mit der Revolution durch die Erfindung des Buchdrucks vergleichbar. Und die damaligen Konsequenzen für Politik und Gesellschaft waren eklatant. Auch heute werden die Folgen enorm sein, allerdings sind sie noch nicht vollständig sichtbar. Aber die Demokratisierung der Medien scheint unwiderruflich.

17.02.2012 | Partizipation & Politik

Von eDemocracy keine Spur. Digitale Bürgerbeteiligung ist auf europäischer Ebene nahezu unmöglich!

Das Desinteresse der Wählerinnen und Wähler an Europawahlen hat eine lange Tradition. Regelmäßig liegt die Quote der Wahlbeteiligung auf historischen Tiefstständen. Allein von der Europawahl 1979 bis zur letzten Europawahl 2009 sind die Quoten von über 63 Prozent auf 43 Prozent abgestürzt. Aber auch an anderer Stelle scheint die konkrete Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger nicht gewünscht. [mehr]

Change – Wie Daten den Journalismus verändern

Die Veröffentlichung der Kriegstagebücher der US-Armee aus Afghanistan und dem Irak waren Sternstunden des Datenjournalismus. Einer neuen Form journalistischen Erzählens. Hunderttausende Dokumente wurden im Jahr 2010 durch die Internetplattform WikiLeaks veröffentlicht. Allerdings waren die Dokumente in den seltensten Fällen in erzählerischem Ton verfasst, der von Journalisten in größeren Stories hätte zitiert werden können. Vielfach waren es kurze technische Informationen über Vorgänge, Zwischenfälle, Anschläge inklusive präziser Orts- und Zeitangaben. [mehr]

Medien müssen dringend in Netztechnologien investieren

Die Diskussion ist kontrovers. Welche Aufgaben haben die öffentlich-rechtlichen Medien im digitalen Raum? Zuletzt offenbarte die Debatte um die Tagesschau-App die Schärfe der Auseinandersetzung. Aber zeigte die zwischenzeitliche Frontstellung zwischen Teilen der öffentlich-rechtlichen Medien und den privatwirtschaftlich agierenden Verlagen eigentlich die wichtigste Demarkationslinie in der Diskussion rund um die Rolle der klassischen Massenmedien im digitalen Raum? Nein, sagt der Unternehmensberater und Blogger Matthias Schwenk. [mehr]

29.02.2012 | Journalismus & Recht

Unendliche Geschichte Urheberrecht. Vom Orchideenfach zum gesellschaftlichen Reizthema

Das Urheberrecht ist vom Orchideenfach weniger Experten in den Mittelpunkt der Gesellschaft gerückt. Der Streit um Abkommen mit putzigen “Namen” wie ACTA, “SOPA” und “PIPA” ist mit einem Mal Hauptmeldung in der Tagesschau und auf den Titelseiten von Tageszeitungen und Magazinen, in den Online-Medien ohnehin. Doch bei der Debatte um die Zukunft des Journalismus wird der Einfluss des Urheberrechts grenzenlos überschätzt. Matthias Spielkamp, Journalist und Gründer der preisgekrönten Internetplattform irights.info, über eine Debatte und ihre Scheinargumente.  [mehr]

01.03.2012 | Internet & Recht

Plötzlich sind wir alle Urheber!

Der scheinbar schon ewig währende Konflikt um das Urheberrecht geht von einer alten Aufgabenteilung aus. Auf der einen Seite die Urheber, zum Beispiel Autoren, Komponisten oder Fotografen. Auf der anderen Seite die Rezipienten. Leser, Hörer, Zuschauer. In der Rolle des Mittlers gab es zudem lange die heute umstrittene Rolle der sogenannten Rechteverwerter – Buchverlage oder Plattenfirmen, um nur einige zu nennen. Dirk von Gehlen, Autor des Buchs MashUp und Redaktionsleiter von jetzt.de (Süddeutsche Zeitung), stellt den Grenzverlauf zwischen Produzenten und Rezipienten im Zeitalter der sozialen Medien in Frage. [mehr]

03.03.2012 | Internet & Recht

Jeder ist ein Künstler – wird der Mythos wahr?

Recht soll schützen. Vor Übergriffen, Diebstahl oder Verleumdungen zum Beispiel. Aber wen schützt das Urheberrecht? Die Kontroverse um dieses Thema hat sich in Zeiten der Digitalisierung noch einmal dramatisch zugespitzt. Auch auf diesem Debattenportal wurde die Intensität der Auseinandersetzung in den letzten Tagen sichtbar. Nachdem Matthias Spielkamp in seinem Debattenbeitrag nach Argumenten und Scheinargumenten in der Diskussion suchte, und anschließend Dirk von Gehlen die Frage stellte, ob die Grenzziehung zwischen Produzent und Rezipient nicht in Auflösung begriffen ist, bezieht heute Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Stellung. Auch er geht der Frage nach, wer durch das Urheberrecht geschützt werden sollte. Denn der Künstler scheint im Zuge der Kontroversen zwischen die Fronten zu geraten.  [mehr]

28.03.2012 | Internet & Journalismus

Die Politik umgeht den Journalismus. Und Twitter und Facebook sind die Komplizen.

Lange waren Nachrichten ein Stück Natur. Ihr natürliches Vorkommen lag in Zeitungen, Hörfunkprogrammen oder Nachrichtensendungen im Fernsehen. Heute sind Nachrichten überall. Jeder kann sie produzieren, jeder kann sie publizieren. Das Netz und die Sozialen Medien machen es möglich. Welche Konsequenzen das für die Entstehung von Nachrichten und die Arbeit von Nachrichtenagenturen hat, zeigen Cord Dreyer und Daniel Bouhs in ihrem Text. Der eine ist Chefredakteur der Nachrichtenagentur dapd, der andere leitet dort die Netzwelt. [mehr]

Warum das Leiden unter Filterbubble ein Phantomschmerz ist

Die Macht der Maschinen ist unheimlich. Oft dient sie als Projektionsfläche irrationaler Ängste einer ganzen Gesellschaft. Kontrollieren Algorithmen zunehmend das veröffentlichte Leben? [mehr]

12.04.2012 | Internet & Partizipation

Internet verstärkt soziale Spaltung

Das Internet hat Informationsbeschaffung und Wissensaustausch vereinfacht. Was noch vor wenigen Jahren ausschließlich in Universitäten und Bibliotheken lag, ist heute frei zugänglich. Allen? Sind Minderheiten plötzlich mündig? Nicole Zillien, Soziologin an der Universität Trier, zweifelt das an. Digital Divide statt Demokratisierung?

[mehr]

26.04.2012 | Internet & Politik

Die Partei der Ahnungslosen

Christian Wolff, Pfarrer an der Leipziger Thomaskirche, geht in seinem Debattenbeitrag der Frage nach, woher die Begeisterung für die Piratenpartei rührt. Seiner Meinung nach ist sie nur logische Konsequenz eines Phänomens, das derzeit alle Bevölkerungsgruppen durchzieht: Politikverweigerung und Ahnungslosigkeit aufgrund zunehmender Individualisierung. [mehr]

24.05.2012 | Internet & Journalismus

Re-Think Journalism!

Für manche der besten journalistischen Leistungen des Internet-Zeitalters ist ein Umdenken gar nicht erforderlich. Das sagt jedenfalls Tim Grieve, der Chefredakteur des kürzlich mit dem Pulitzer Preis ausgezeichneten Online-Projekts Politico Pro. [mehr]

31.05.2012 | Internet & Transparenz

Der totale Kontrollverlust

Was einmal im digitalen Raum kursiert, kann eines Tages gegen uns eingesetzt werden. Der Kontrollverlust ist mittlerweile eine omnipräsente Alltagserfahrung, eine Signatur des digitalen Zeitalters. Aus Unbekannten werden ungewollte Medienstars, aus scheinbaren Nichtigkeiten Skandale.  [mehr]

Cyberwar – Realität oder nicht?

Das Computervirus “Stuxnet” legte 2010 große Teile der iranischen Atomproduktion lahm. 2012 tauchte plötzlich ein Virus mit dem Namen “Flame” auf. Die Urheber dieses neuen Kriegsgeräts scheinen auf ihr Copyright jedoch keinen Wert zu legen. Auch die Bundeswehr scheint seit Kurzem über eigene Offensivkräfte für Cyberkonflikte zu verfügen. Ist das das neue Gesicht des Krieges? Keine Fronten, keine Kriegsparteien, keine Gefangenen. [mehr]

28.06.2012 | Internet

Computerspiele verändern das Gehirn

Der Aufschrei gehört zur Empörungsfolklore der Gegenwart. Fallen Teenager als Gewalttäter auf, sind Computer und Games verantwortlich. Tatsächlich lassen sich Veränderungen der Hirnstrukturen durch das Spielen von Computergames nachweisen. [mehr]

12.09.2012 | Journalismus

Die Zukunft der Nachrichten

Unrat von Substantiellem zu trennen, das ist die Hauptaufgabe einer Nachrichtenredaktion. Aber wie kann das Relevante in Zeiten der Informationsflut erkannt werden? Thomas Hinrichs, zweiter Chefredakteur von ARD aktuell, über die Tagesschau im digitalen Zeitalter. [mehr]

Atmende Handys, vernetzte Mützen und denkende Wände

Digitale Information ist überall. In der Wand, im Teppich, in der Kleidung. Es geht nur noch darum, die passenden Schnittstellen zu erfinden. [mehr]

18.12.2012 | Politik

Netzpolitischer Fragebogen: Die Antworten der Linken

Zehn drängenden Fragen zur digitalen Gegenwart verlangen zehn Antworten. Heute die Stellungnahmen von Petra Sitte, Halina Wawzyniak und der Fraktion DIE LINKE[mehr]

17.12.2012 | Politik

Netzpolitischer Fragebogen: Die Antworten der Grünen

Zehn drängenden Fragen zur digitalen Gegenwart verlangen zehn Antworten. Heute die Stellungnahmen von Konstantin von Notz, netzpolitischer Sprecher der Bundestagfraktion der Grünen.  [mehr]

15.12.2012 | Politik

Netzpolitischer Fragebogen: Die Antworten von CDU und SPD

Zehn drängenden Fragen zur digitalen Gegenwart verlangen zehn Antworten. Heute die Stellungnahmen von Michael Kretschmer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und netzpolitischer Sprecher der CDU und Lars Klingbeil, Mitglied der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft und netzpolitischer Sprecher der SPD. [mehr]

06.12.2012 | Politik

Netzpolitischer Fragebogen: Die Antworten der FDP

Zehn drängenden Fragen zur digitalen Gegenwart verlangen zehn Antworten. Heute die Stellungnahmen von Manuel Höferlin, Vorsitzender der Arbeitsgruppe “IT und Netzpolitik” der Bundestagsfraktion der FDP [mehr]

29.11.2012 | Journalismus

Monopol oder Freiheit des Netzes? Ein Streitgespräch zum Leistungsschutzrecht

Suchmaschinenbetreiber sollen nicht mehr ohne Erlaubnis auf Presseartikel zugreifen, um sie in Auszügen öffentlich zu machen, so plant es der Bundestag. Google hat dagegen eine Onlinekampagne gestartet, die bei den Verlegern denkbar schlecht ankommt. [mehr]

Play
19.11.2012 | Wirtschaft

Die digitale Volkswirtschaft

Eine neue Idee kann sehr schnell realisiert werden. Der Zugang zum Markt ist für Unternehmensgründer und Mikroinvestoren leichter denn je. Aber demokratisiert sich allein deswegen schon die Ökonomie?  [mehr]