Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung

Stephan G. Humer

Dr. phil. Stephan G. Humer ist Forschungsleiter (Arbeitsbereich Internetsoziologie) in der Digitalen Klasse der Universität der Künste Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte sind digitale Theorien und Methoden (Internetsoziologie, Psychologie, Medien- und Informationswissenschaften), digitale Sicherheitsforschung (Surveillance Studies) sowie sozial-technisches Identitätsmanagement. Er schreibt über die Veränderung der Politik und Parteienlandschaft durch das Netz und plädiert dabei für einen Waffenstillstand im “digitalen Grabenkampf”.

 

 

Big Brother is Still Watching You

Städte wie London oder New York sind schon in der Zukunft angekommen. Der perfekte Schutz aller Bürger ist bereits Realität. Videokameras kontrollieren den öffentlichen Stadtraum. Jeder Fußtritt kann verfolgt werden. Aber die gut Geschützten reagieren mit Angst. mehr

Nerdpolitiker versus Politiknerds: Wie der kräftezehrende Kampf der Milieus im Internet politischen Fortschritt hemmt

Digitale Subkulturen als politische Milieus jenseits von rechts und links? Scheinbar nicht. Das Netz verändert Politik. Doch wer ist eigentlich “das Netz”? Der Frage, wie man den zahlreichen neuen Herausforderungen, die die Digitalisierung an Politik und Öffentlichkeit stellt, online wie offline begegnen kann und muss, widmet sich Stephan G. Humer, Soziologe und Forschungsleiter im Bereich Internetsoziologie an der Universität der Künste, in seinem Text “Nerdpolitiker vs. Politiknerds”. Er sieht einen Grabenkampf, der ein Weiterkommen erschwert. Neue digitale Subkulturen haben neue politische Milieus geschaffen. Neue Zielgruppen haben das Wählerspektrum der etablierten Parteien erweitert und verändert. Aber auch für neue Parteien wie die Piraten stellt sich eine Zielgruppenproblematik. mehr