Über
Das Debattenportal „diskurs.dradio.de – Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung“
Anfang Januar 2012 lud der Deutschlandfunk anlässlich des 50. Sendejubiläums zur Konferenz „Der Ort des Politischen in der digitalen Medienwelt“. Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Medien diskutierten im Kölner Funkhaus.
Jetzt wollen wir die dort begonnene Debatte über die gesellschaftlichen Konsequenzen der digitalen Revolutionen und Evolutionen mit Ihnen fortsetzen.
Auf dem Debattenportal Diskurs@Deutschlandfunk werden wir in den nächsten Monaten Essays, Aufsätze und Interviews veröffentlichen. Sie möchten wir herzlich einladen, diese Positionen zur Zukunft von Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung mit uns zu diskutieren. Wöchentlich auf unserem neuen Debattenportal Diskurs@Deutschlandfunk, das Sie im Internet unter diskurs.dradio.de erreichen, und donnerstags im DLF-Magazin.
Die Umbrüche in der politischen und medialen Welt sind überall gegenwärtig. Global, kontinental, national, aber auch regional und lokal. Oft ist von Revolutionen die Rede, auch wenn es sich oft eher um Evolutionen gesellschaftlicher Strukturen handelt. In jedem Fall aber sind die Veränderungen massiv. Die Rolle der sozialen Netzwerke im Kontext des Arabischen Frühlings oder die spektakulären Veröffentlichungen von Staatsgeheimnissen durch sogenannte Leakingplattformen sind nur die populärsten Repräsentanten einer plattentektonischen Verschiebung des politischen Gefüges.
Die Demokratie scheint am Beginn eines nachhaltigen Strukturwandels zu stehen. Elektronische Partizipation, digitale Transparenz, virtuelle Meinungsbildung, temporäres Engagement in Onlinecommunitys, Zersplitterung der Öffentlichkeit und das Ende politisch-sozialer Milieus sind die bereits bekannten Phänomene.
Auch zirkulieren immer neue Begriffe in den politischen Diskursen. Von eDemocracy über Open Data und Open Government bis hin zu Schlagworten wie Open Access und Open Education Ressources aus den Bereichen Wissenschaft und Bildung. Was verbirgt sich dahinter? Wie relevant sind diese neuen Themen für breite politische Diskussionen? Während die einen mit ihnen Hoffnungen auf bedeutende volkswirtschaftliche Synergien verbinden und die weitere Demokratisierung wichtiger gesellschaftlicher Bereiche sehen, vermuten andere in ihnen nichts anderes als Abfallprodukte eines digitalen Zeitgeistes, deren Relevanz sich binnen weniger Jahre in Luft auflösen wird.
Offene Fragen, die wir auf dem Debattenportal Diskurs@Deutschlandfunk mit Ihnen diskutieren wollen. Wie werden sich Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung entwickeln? In welchem Verhältnis stehen sie heute zueinander – in welchem sollten sie zukünftig zueinander stehen? Ab Februar werden wir Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Medien um ihre Einschätzungen bitten – und Sie um Ihre Meinung. Wöchentlich mit Artikeln und Essays auf unserem Debattenportal unter der Internetadresse diskurs.dradio.de und donnerstags ab 19.15 Uhr mit Reportagen, Portraits und Interviews im DLF-Magazin.
Idee und Umsetzung: Kooperative Berlin im Auftrag des Deutschlandradios















[...] Zukunft stellen. Der Programmdirektor des Deutschlandradios, Andreas-Peter Weber, erklärt in einem Videointerview zum Start des Portals: “Wir müssen uns auch Gedanken darüber machen: Wie erreichen wir Personen in einem Zeitalter, [...]
Der Text “Wie können wir schneller sein als wir es heute sind” auf der Hauptseite landet hier auf “diskurs.dradio.de/about/”.
Mich irritiert das etwas. Zumindest wenn diese Formulierung hier nicht auftaucht.
Ich würde gerne Demokratie-Verbesserungen programmieren. Wenn man aber abgemahnt oder verklagt wird (meinbus) oder sogar bis zum Verfassungsgericht (spickmich, heise, wikipedia,…) lässt man es doch lieber. Linux-Vereine, Gewerkschaften (echte Lohnstatistiken, echte Aufdeckung angeblichen Fachkräfte-Mangels, welche Unternehmen machen welche Probleme, Über- und Fehlqualifikation,…), Parteien (demokratische Diskussionen und Umfragen/Quasi-Abstimmungen), … sind leider nicht interessiert und schützen einen vermutlich nicht.
Solche Dinge hätte man 1999 unter rot-grün und AOL schon einführen können und müssen. Technisch ist das meiste davon ja trivial.
Davon abgesehen wäre schön, wenn es nicht nur Top-Down-Philosophiererei wäre. Was wir tun sollen, kriegen wir oft genug erzählt. Was DIE tun sollen und doch nicht tun, hören wir oft genug von rot-grün welche vor ein paar Jahren noch selber die Regierung stellten. Presse die nichts ändert und ihre Kontrollfunktion als weißes Blutkörperchen der Gesellschaft erfüllt ist nicht besser als ein Medikament das nichts wirkt.
Brainpool und Atizo sind ganz nett: Man könnte z.B. zu Ideen aufrufen und separat als Redaktion, Funkhaus, GEZ und Bürger für die Vorschläge voten sobald sie freigeschaltet wurden. Pro cookie oder…
Hallo was muss besser werden, die Idee, Demokratieverbesserungen zu programmieren ist ausgezeichnet. Wir würden bei Erfolg sicher sofort berichten. Halten Sie uns auf dem Laufenden. Wir versuchen hier jedoch das genaue Gegenteil von Top-Down-Philosophiererei. Alle sind eingeladen das Gespräch mit uns zu führen und Themen einzubringen. Und das ist sicher erst der erste Schritt. Aber bekanntermaßen muss man einen langen Weg auch mit ersten Schritten anfangen. Themen können übrigens noch besser hier eingebracht werden:
http://diskurs.dradio.de/mitmachen/
Schöne Grüße, Markus Heidmeier Projektleitung Diskurs@Deutschlandfunk