Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung

Artikel aus der Kategorie Transparenz

15.08.2012 | Transparenz

Überwachungsstaat im Planungsstadium

Die Angst vor totaler Kontrolle durch Polizei und Politik gehörte spätestens seit Orwells 1984 und Bradburys Fahrenheit 451 zu den dystopischen Allgemeinplätzen des 20. Jahrhunderts. Die Möglichkeiten digitaler Technik potenzieren die Gefahr eines entstehenden Überwachungsstaats im 21. Jahrhundert noch um ein Vielfaches.  [mehr]

Der totale Kontrollverlust

Was einmal im digitalen Raum kursiert, kann eines Tages gegen uns eingesetzt werden. Der Kontrollverlust ist mittlerweile eine omnipräsente Alltagserfahrung, eine Signatur des digitalen Zeitalters. Aus Unbekannten werden ungewollte Medienstars, aus scheinbaren Nichtigkeiten Skandale.  [mehr]

16.03.2012 | Politik & Transparenz

Transparenz zwischen Post-Privacy und Arcanum

Transparenz ist zum Fetisch geworden. Zumindest kann man diesen Eindruck gewinnen, wenn man die Anforderungen betrachtet, die in den letzten Jahren an politische Akteure gestellt wurden. Bezüge sollen offengelegt, Nebentätigkeiten öffentlich gemacht werden, private Reisen und persönliche Freundschaften werden Themen publizistischer Debatten. Eine dringend benötigte politische Kultur, der Christian Humborg, Geschäftsführer von Transparency International Deutschland, in seinem Artikel überraschenderweise auch das Recht auf ein Geheimnis zuspricht, kann auch die denkbare totale Transparenz in digitalen Zeiten jedoch nicht ersetzen. [mehr]

15.03.2012 | Politik & Transparenz

Ausgebremst – Im Visier der Netzgemeinde

Donnerstags um 19.15 Uhr läuft im Deutschlandfunk das DLF-Magazin. 45 Minuten politische Reportagen und Portraits. Dort spiegeln wir die Themen der Debattenbeiträge, der Aufsätze und Essays des Onlinediskurses in Radioformaten. Heute geht es im DLF-Magazin unter dem Titel „Ausgebremst – im Visier der Netzgemeinde“ um Crowdcontrol und gläserne Politiker im digitalen Zeitalter. Autor des Beitrags ist Michael Watzke.

Das DLF-Magazin steht ab ca. 20 Uhr auch auf den On-Demand-Servern des Deutschlandfunk  zur Verfügung. Das Stück gibt es unten als Stream und Download.  Und hier noch die Moderationen aus der Sendung. So können Sie die Kontexte verfolgen. Dazu auch noch das MP3…. [mehr]

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15.03.2012 | Internet & Transparenz

Transparente Politik durch Crowdcontrol und scharfe Gesetze

Das Szenario ist unmissverständlich: Das Internet sorgt für totale Transparenz. Die Masse der User, die Crowd, kann jeden Schritt der Regierenden überprüfen. Einen besonders großen Spielraum haben politische Akteure in Zeiten von Crowdcontrol nicht mehr. Der gläserne Politiker ist Realität. Und die Kontrolle der Netzbürger das mächtigste Mittel der Regierten. So zumindest muten radikal utopische Entwürfe an, die im Netz zirkulieren. Aber sind sie auch realistisch? Gar wünschenswert? Im unserem aktuellen Schwerpunkt „Totale Transparenz. Politik in Zeiten von Crowdcontrol und Co.“ untersuchen wir Chancen und Risiken der aktuellen Transparenzforderungen. Zum Auftakt ein Aufsatz von Felix Kamella von der Nichtregierungsorganisation LobbyControl. Unter dem Titel „Transparente Politik durch Crowdcontrol und scharfe Gesetze“ vermisst er die Möglichkeiten und Gefahren der breiten Kontrolle. Ihm folgen in Kürze ein Portrait eines Crowdcontrolaktivisten sowie ein Essay von Christian Humborg, Geschäftsführer von Transparency International Deutschland. [mehr]

09.02.2012 | Recht & Transparenz

My friends from Dimitrovgrad. Ein Selbstversuch

Thomas Hoeren, Professor am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der Westfälischen Wilhelms-Universität-Münster, stellt rechtliche Überlegungen zur Veränderung von privatem und öffentlichem Raum in Zeiten der Digitalisierung an. Und wagt dazu einen Selbstversuch. Denn der Grenzverlauf zwischen Öffentlichem und Privatem wird immer unschärfer. [mehr]

09.02.2012 | Transparenz

Zerstört die Digitalisierung die Grenze zwischen Öffentlichem und Privatem?

Christian Heller, Blogger und Autor des bei C.H. Beck erschienen Buchs “Post-Privacy – Prima leben ohne Privatsphäre“, erklärt in seinem Debattenbeitrag, warum die angenommene Grenze zwischen Privatem und Öffentlichem schon immer eine politische Fiktion war. Im Netz ist Christian Heller unter plomlompom.de erreichbar, auf Twitter unter @plomlompom [mehr]

08.02.2012 | Politik & Transparenz

DOSSIER: Privatsphäre als politische Fiktion?

Die Verteidigung des Privaten. So nannte Wolfgang Sofsky vor einigen Jahre eine Streitschrift. Überall sah der Soziologe die Verwüstungen einer omnipräsenten Gedanken- und Gefühlskontrolle. Unter dem Eindruck ausgeweiteter staatlicher Kontrollansprüche, die unter anderem mit terroristischen Bedrohungen begründet wurden, sah Sofsky alle Bürger zu „gläsernen Untertanen“ werden. Keine fünf Jahre später prägt die Diskussion um persönliche Transparenz und individuellen Datenschutz zahlreiche Debatten in Politik und Medien. Doch die Perspektiven haben sich verschoben. Nicht zuletzt unter dem Eindruck der Digitalisierung geraten soziale Normen, wie der Grenzverlauf zwischen Öffentlichem und Privatem, in Bewegungen. Hier finden Sie nun die drei Debattenbeiträge des aktuellen Dossiers Post-Privacy? im Überblick. [mehr]