Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung

Artikel aus der Kategorie Wissenschaften und Technologie

DOSSIER: Wie technisiert ist der Journalismus der Zukunft?

Dossier und Links zum Schwerpunkt “Journalismus und Technik / Datenjournalismus”

Im Mittelpunkt der Debatte steht dabei die Frage nach dem Journalismus der Zukunft. Eine dieser neuartigen Journalismus-Formen bildet der so genannte Datenjournalismus. Doch sieht so wirklich der Journalismus der Zukunft aus? Simon Rogers, verantwortlich für das Guardian Datablog, erklärt in seinem Text Change – wie Daten den Journalismus verändern wie er zum Datenjournalismus kam und wie er seiner Meinung nach die Medienwelt veränderte und weiter verändern wird.

Über die Rolle der klassischen Medien in Bezug auf innovative Journalismusformate schreibt indes der Unternehmensberater und Blogger Matthias Schwenk. Wo es hingeht, verrät schon der Titel: Medien müssen dringend in Netztechnologien investieren.

Lorenz Matzat ist der festen Überzeugung, dass der Journalismus sich verändern wird. Dazu äußert er sich in einem Werkstattgespräch.

Weitere Links aus den Programmen des Deutschlandradio gibt es hier… [mehr]

Medien müssen dringend in Netztechnologien investieren

Die Diskussion ist kontrovers. Welche Aufgaben haben die öffentlich-rechtlichen Medien im digitalen Raum? Zuletzt offenbarte die Debatte um die Tagesschau-App die Schärfe der Auseinandersetzung. Aber zeigte die zwischenzeitliche Frontstellung zwischen Teilen der öffentlich-rechtlichen Medien und den privatwirtschaftlich agierenden Verlagen eigentlich die wichtigste Demarkationslinie in der Diskussion rund um die Rolle der klassischen Massenmedien im digitalen Raum? Nein, sagt der Unternehmensberater und Blogger Matthias Schwenk. [mehr]

Der Journalismus wird sich verändern! Auch im Radio. Ein Interview.

Big Data – ein Schlüsselbegriff der Gegenwart. Zumindest wenn es um die Einordnung aktueller Entwicklungen im digitalen Raum geht. War vor wenigen Jahren noch die Demokratisierung der Medien beispielsweise durch Blogs und Podcasts vorherrschend, wird jetzt die rasant wachsende Bedeutung der täglich entstehenden Datenmengen immer deutlicher. Denn Daten entstehen stündlich in gigantischen Umfängen und ihre intelligente Auswertung und Übersetzung wird immer wichtiger. Das hat auch Konsequenzen für den politischen Journalismus. Ein Werkstattgespräch mit dem Datenjournalisten Lorenz Matzat.  [mehr]

Change – Wie Daten den Journalismus verändern

Die Veröffentlichung der Kriegstagebücher der US-Armee aus Afghanistan und dem Irak waren Sternstunden des Datenjournalismus. Einer neuen Form journalistischen Erzählens. Hunderttausende Dokumente wurden im Jahr 2010 durch die Internetplattform WikiLeaks veröffentlicht. Allerdings waren die Dokumente in den seltensten Fällen in erzählerischem Ton verfasst, der von Journalisten in größeren Stories hätte zitiert werden können. Vielfach waren es kurze technische Informationen über Vorgänge, Zwischenfälle, Anschläge inklusive präziser Orts- und Zeitangaben. [mehr]

Die Internetrevolution ist dramatisch. Auch aus Historikerperspektive

Der Historiker Paul Nolte ist sich sicher, der digitale Umbruch ist mit der Revolution durch die Erfindung des Buchdrucks vergleichbar. Und die damaligen Konsequenzen für Politik und Gesellschaft waren eklatant. Auch heute werden die Folgen enorm sein, allerdings sind sie noch nicht vollständig sichtbar. Aber die Demokratisierung der Medien scheint unwiderruflich.

Echtzeitmedien gab es auch vorher bereits

Radio und Fernsehen waren schon immer Realtime-Medien. Der Textjournalismus jedoch hat sich dramatisch verändert. Es gibt keine Deadlines mehr und keine Produktzyklen. Journalismusstudenten müssen das lebenslange Experimentieren lernen, sagt Lorenz Lorenz-Meyer, früherer Zeit-Online-Chefredakteur und heute Professor für Journalismus an der Hochschule Darmstadt.