Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung

Artikel zum Thema Kultur in Onlinewelten

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf unsere Kultur? Treten Computerspiele an die Stelle der etablierten Kulturgüter Roman und Film? Wie funktionieren althergebrachte Geschäftsmodelle in der immateriellen Welt? Und wer sind die Akteure der digitalisierten Kultur? 

Computerspiele als Kulturgut?

Die Feuilletons sind der Hort der Hochkultur. Kunst und Literatur, Filme und Theaterstücke werden dort besprochen. Warum aber schaffen es Computerspiele höchstens als Einspalter auf die Medienseite? Sind Titel wie Mass Effect oder GTA 4 etwa keine Kultur?  [mehr]

Computerspiele verändern das Gehirn

Der Aufschrei gehört zur Empörungsfolklore der Gegenwart. Fallen Teenager als Gewalttäter auf, sind Computer und Games verantwortlich. Tatsächlich lassen sich Veränderungen der Hirnstrukturen durch das Spielen von Computergames nachweisen. [mehr]

Warum das Leiden unter Filterbubble ein Phantomschmerz ist

Die Macht der Maschinen ist unheimlich. Oft dient sie als Projektionsfläche irrationaler Ängste einer ganzen Gesellschaft. Kontrollieren Algorithmen zunehmend das veröffentlichte Leben? [mehr]

21.03.2012 | Partizipation & Politik

Nerdpolitiker versus Politiknerds: Wie der kräftezehrende Kampf der Milieus im Internet politischen Fortschritt hemmt

Digitale Subkulturen als politische Milieus jenseits von rechts und links? Scheinbar nicht. Das Netz verändert Politik. Doch wer ist eigentlich “das Netz”? Der Frage, wie man den zahlreichen neuen Herausforderungen, die die Digitalisierung an Politik und Öffentlichkeit stellt, online wie offline begegnen kann und muss, widmet sich Stephan G. Humer, Soziologe und Forschungsleiter im Bereich Internetsoziologie an der Universität der Künste, in seinem Text “Nerdpolitiker vs. Politiknerds”. Er sieht einen Grabenkampf, der ein Weiterkommen erschwert. Neue digitale Subkulturen haben neue politische Milieus geschaffen. Neue Zielgruppen haben das Wählerspektrum der etablierten Parteien erweitert und verändert. Aber auch für neue Parteien wie die Piraten stellt sich eine Zielgruppenproblematik. [mehr]

03.03.2012 | Internet & Recht

Jeder ist ein Künstler – wird der Mythos wahr?

Recht soll schützen. Vor Übergriffen, Diebstahl oder Verleumdungen zum Beispiel. Aber wen schützt das Urheberrecht? Die Kontroverse um dieses Thema hat sich in Zeiten der Digitalisierung noch einmal dramatisch zugespitzt. Auch auf diesem Debattenportal wurde die Intensität der Auseinandersetzung in den letzten Tagen sichtbar. Nachdem Matthias Spielkamp in seinem Debattenbeitrag nach Argumenten und Scheinargumenten in der Diskussion suchte, und anschließend Dirk von Gehlen die Frage stellte, ob die Grenzziehung zwischen Produzent und Rezipient nicht in Auflösung begriffen ist, bezieht heute Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Stellung. Auch er geht der Frage nach, wer durch das Urheberrecht geschützt werden sollte. Denn der Künstler scheint im Zuge der Kontroversen zwischen die Fronten zu geraten.  [mehr]

01.03.2012 | Internet & Recht

Zwischen den Fronten

Donnerstags um 19.15 Uhr läuft im Deutschlandfunk das DLF-Magazin. 45 Minuten politische Reportagen und Portraits. Dort spiegeln wir die Themen der Debattenbeiträge, der Aufsätze und Essays des Onlinediskurses in Radioformaten. Heute geht es im DLF-Magazin unter anderem um das im digitalen Zeitalter umstrittene Urheberrecht. Dazu portraitiert Jonas Reese den grünen Spitzenpolitiker Robert Habeck. Er ist Fraktionsvorsitzender der Grünen in Schleswig-Holstein und deren Spitzenkandidat für die Landtagswahl Anfang Mai – und steht so zwischen den Fronten. Denn in seiner Partei gibt es Stimmen, die das Urheberecht drastisch verändern wollen. Was heißt das für den Künstler Habeck? [mehr]

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01.03.2012 | Internet & Recht

Plötzlich sind wir alle Urheber!

Der scheinbar schon ewig währende Konflikt um das Urheberrecht geht von einer alten Aufgabenteilung aus. Auf der einen Seite die Urheber, zum Beispiel Autoren, Komponisten oder Fotografen. Auf der anderen Seite die Rezipienten. Leser, Hörer, Zuschauer. In der Rolle des Mittlers gab es zudem lange die heute umstrittene Rolle der sogenannten Rechteverwerter – Buchverlage oder Plattenfirmen, um nur einige zu nennen. Dirk von Gehlen, Autor des Buchs MashUp und Redaktionsleiter von jetzt.de (Süddeutsche Zeitung), stellt den Grenzverlauf zwischen Produzenten und Rezipienten im Zeitalter der sozialen Medien in Frage. [mehr]

29.02.2012 | Journalismus & Recht

Unendliche Geschichte Urheberrecht. Vom Orchideenfach zum gesellschaftlichen Reizthema

Das Urheberrecht ist vom Orchideenfach weniger Experten in den Mittelpunkt der Gesellschaft gerückt. Der Streit um Abkommen mit putzigen “Namen” wie ACTA, “SOPA” und “PIPA” ist mit einem Mal Hauptmeldung in der Tagesschau und auf den Titelseiten von Tageszeitungen und Magazinen, in den Online-Medien ohnehin. Doch bei der Debatte um die Zukunft des Journalismus wird der Einfluss des Urheberrechts grenzenlos überschätzt. Matthias Spielkamp, Journalist und Gründer der preisgekrönten Internetplattform irights.info, über eine Debatte und ihre Scheinargumente.  [mehr]

28.02.2012 | Internet & Recht

Streitfall Acta. Zum Auftakt des aktuellen Schwerpunkts Urheberrecht

Die Debatte ums Urheberrecht hat in den letzten Jahren Züge eines Glaubenskriegs angenommen. Die Positionen schwanken zwischen kulturpessimistischen Haltungen, die die Einführung eines digitalen Maoismus und den Niedergang der abendländischen Kultur befürchten und netzeuphorischen Erwartungen, die die Befreiung des Wissens aus kommerziellen Zwängen erhoffen. Aktuell entzündet sich der Streit an dem internationalen Handelsabkommen ACTA. Als Auftakt des Schwerpunkts Urheberrecht publizieren wir heute Skript und MP3 der Hintergrund-Ausgabe vom zurückliegenden Sonntag „Acta und der Kampf ums Urhebrrecht“. [mehr]

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Die Medienrevolutionen gehen von den Nutzern aus – nicht von den Produzenten

Seit Jahrzehnten ist Jeff Rosenberg für NPR, das National Public Radio, in den USA tätig. Die Transformationen des Radios im Speziellen und der Medienlandschaft im Allgemeinen haben aus seiner Sicht vor allem einen Treiber: die User.