Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung

Artikel zum Thema Medien als Lebensräume

Die Chiffre vom Ökosystem ist längst zur gängigen Bezeichnung digitaler Lebenswelten geworden. Aber welchen Bedeutung haben die Onlinezivilisationen wie Facebook oder Twitter für die demokratische Praxis und die Entstehung von Meinungen und politischem Willen? Der Lebensraum und schon lange nicht mehr auf die konkrete Umwelt begrenzt – mit Konsequenzen für unser Konzept von Öffentlichkeit.  

20.03.2012 | Partizipation & Politik

Der Ort des Politischen in der digitalen Medienwelt

Lange Zeit waren Wähler eine berechenbare Größe für Parteien und Wahlkämpfer. Doch das hat sich grundlegend geändert. Welche Anteile haben Internet und Digitalisierung daran? Das Thema im aktuellen Debattenschwerpunkt „Wähler 2.0 – Zwischen Netzbürger, flüchtigen Milieus und digitalen Subkulturen“. Lesen Sie dazu Artikel von Joachim Koschnicke, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Forsa und Stephan Humer, Soziologe und Internetforscher. Eröffnet wird das Diskursthema jedoch von Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. Er spricht über die neue Beziehung von Regierenden und Regierten und die Aufgaben von öffentlich-rechtlichen Insitutionen in Zeiten von Twitter und Facebook.

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13.03.2012 | Internet & Raum und Ort

Minimalistisches Facebook: Das Social-Networking-Portal innerhalb größerer Ökologien

Unter dem Themenschwerpunkt „Jenseits der Nation“ drehte sich der Diskurs bisher um die Nation als geografisch begrenzter Raum. Dass das Netz nationale Grenzen porös macht und sich mittlerweile zu einem ganz eigenen Lebensraum entwickelt hat, steht außer Frage. Einen Teil dieses Lebensraums bilden „Social Networks“ und Facebook ist mit etwa einer Milliarde Nutzer momentan das größte, umfassendste davon. Tendenz weiter steigend. Nicht selten wird Facebook deshalb auch als virtuelle Nation bezeichnet. Die New Yorker Soziologin Saskia Sassen über das System Facebook, die in ihm bestehenden Ökologien und deren Logik. [mehr]

09.03.2012 | Internet & Raum und Ort

Transnationalität im Internet

Die ganze Welt ist vernetzt. Dass Kommunikation und Völkerverständigung durch das Internet einfacher geworden sind, ist klar. Laut Stephan Urbach, Netzaktivist und Vorstandsmitglied bei 12 Miles Ahead, verlieren durch das Netz aber nicht nur geografische Grenzen an Relevanz, sondern auch Faktoren wie Geschlecht, Aussehen und Attraktivität. Sind wir einander durch das Netz alle gleich nah, schüren weniger Vorurteile und können uns über Grenzen hinweg nahezu barrierefrei verständigen? Wird Völkerverständigung online zum leichten Spiel, der oder die Einzelne vom Individuum zum Weltbürger? Stephan Urbach war gestern noch als Telecomix-Aktivist in unserem Radiobeitrag vertreten und nimmt heute als Diskurs-Autor einen utopischen Standpunkt ein. Das Netz als Grenzbrecher – Utopie oder Realität? [mehr]

08.03.2012 | Internet & Raum und Ort

Revolutionshilfe via Internet


Donnerstags um 19.15 Uhr läuft im Deutschlandfunk das DLF-Magazin. 45 Minuten politische Reportagen und Portraits. Dort spiegeln wir die Themen der Debattenbeiträge, der Aufsätze und Essays des Onlinediskurses in Radioformaten. Heute geht es im DLF-Magazin unter anderem um die Überschreitung nationaler Grenzen durch das Netz, die Erschließung neuer Kommunikationswege und die scheinbare Allgegenwärtigkeit von Informationen im digitalen Raum. Im Raum stehen zudem Fragen: Ermöglicht das Interview Revolutionen? Oder ermöglicht es gar neue Formen des Krieges?

Das DLF-Magazin steht ab ca. 20 Uhr auch auf den On-Demand-Servern des Deutschlandfunk zur Verfügung. Das Portrait gibt es unten als Stream und Download.

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08.03.2012 | Politik & Raum und Ort

Es sind die Menschen auf den Straßen

Grenzübergreifende Kommunikation dank der Digitalisierung einer Gesellschaft. Eine Revolution gesellschaftlicher Lebenswelten. In Höchstgeschwindigkeit erfolgt der Zugang zu Informationen über das Web. Die Welt wächst näher zusammen: Social Media spannt ein Verbindungsnetz über den Globus, das neue Informations- und Kommunikationswege freilegt. Scheinbar alle können mitmachen. Entsteht hier eine Weltgesellschaft jenseits der Nationen? Diese Frage erörtert Andreas Hepp, Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft und Autor des Buchs „Medienkultur. Die Kultur mediatisierter Welten“. In diesem Beitrag setzt er sich mit Politik und politischen Bewegungen in Zeiten globalisierter Kommunikation und mediatisierter Gesellschaften auseinander und stellt fest: Globalisiert bedeutet nicht grenzenlos.

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03.02.2012 | Journalismus & Politik

Die Sprache des Politischen

Stephan Detjen, Chefkorrespondent der Hauptstadtstudios des Deutschlandradios in Berlin und Brüssel, über die Notwendigkeit eines politischen Diskurses in Europa und die Frage, wer zukünftig die nötigen politischen Diskurse führen wird, um die dramatischen Veränderungen unserer Gesellschaften zu reflektieren. Ein Ort der drängenden Debatten scheint dagegen bereits klar, das Internet als digitale Agora des 21. Jahrhunderts.    [mehr]

Eine europäische Bürgerbewegung im Netz

Das Mitglied des Europaparlaments Sven Giegold über Chancen und Risiken neuer Medien und die Notwendigkeit einer europäischen Kampagnenplattform im Netz, die sich an das Prinzip von Campact.de anlehnt.